Bestattungsarten
Neben der traditionellen Bestattung im Wahl- oder Reihengrab auf dem Friedhof gibt es heute eine Vielzahl von alternativen Formen. Wir möchten Ihnen nachfolgend kurz einige Möglichkeiten aufzeigen. Sämtliche Beisetzungsformen stehen in Verbindung mit den vier Elementen: So kann man sich für das Element entscheiden, dem man sich am meisten verbunden fühlt und seine Persönlichkeit auch bei der Beisetzung unterstreichen.
Bestattung, Beisetzung, Beerdigung
Formal trennen wir die Begrifflichkeiten „Bestattungsarten“ und „Beisetzungsformen.
Es gibt nur zwei Bestattungsarten: Erdbestattung und Feuerbestattung.
Bei einer Erdbestattung wird der Körper meist in einem Erdgrab auf einem Friedhof beigesetzt. Im Unterschied dazu wird der Körper bei einer Feuerbestattung zuerst in einem Krematorium eingeäschert und dann wird die Urne mit der Asche beigesetzt.
Beisetzungsformen hingegen – orientiert sich an den Orten, an denen der Leichnam beziehungsweise die Asche endgültig verbracht – also beigesetzt – wird. Nach dieser Definition ist eine umgangssprachlich häufig verwendete „Seebestattung“ korrekterweise eine „Seebeisetzung“.
Darüber hinaus wir in unserer Umgangssprache nach wie vor häufig von einer Beerdigung gesprochen. Gemeint ist damit aber meist entweder die Trauerfeier selbst oder die Beisetzung.
Auch wenn in nachfolgender Auflistung „Beisetzung“ die richtige Formulierung ist, nutzen wir die eher übliche „Bestattung“.
Ronald de Schutter
Erdbestattung
Der Verstorbene wird auf dem Friedhof in einer Wahl- oder Reihengrabstätte beigesetzt. Die Ruhefristen auf dem Friedhof sind unterschiedlich, in der Regel aber zwischen 20 und 30 Jahren.
Diese klassische Form der Bestattung wird auch heute noch häufig gewählt; überwiegend auch dann, wenn es (noch) eine Familie gibt, die sich um die Grabpflege kümmert.
Seebestattung und Flussbestattung
In Deutschland sind die häufigsten Orte für eine Seebeisetzung in Nordsee oder Ostsee.
Die Beisetzung der Asche in Flüssen oder Binnenseen derzeit gesetzlich nicht gestattet. In der Schweiz oder in Holland kann jedoch sehr wohl die Asche von Verstorbenen einem Fluss oder Bach mit auf die Reise gegeben werden.
Naturbestattung
Wer sich dem ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen verbunden fühlt und das Leben gerne in der freien Natur verbracht hat, möchte dies vielleicht auch im Tod.
So besteht unter anderem die Möglichkeit, die Urne unter einem Baum zu bestatten, die Asche auf einer Bergwiese in den Schweizer Alpen zu verstreuen oder die Urne an einem Felsen beizusetzen.
Luftbestattung
Unendlichkeit, Freiheit und Unabhängigkeit wird dem Element Luft zugerechnet. Buchstäblich in alle Winde wird die Asche des Verstorbenen während einer Ballonfahrt im Elsass oder in der Schweiz verstreut.
Genauso ist es möglich, Teile der Asche in den Weltraum zu befördern. Diese Form der Beisetzung ist allerdings enorm kostspielig und setzt sehr lange Wartezeiten voraus.
Diamantbestattung
Reinheit, Unvergänglichkeit und Liebe sind Begriffe, die ein Diamant symbolisiert.
In einem speziellen Verfahren entstehen aus der Kremationsasche einer oder mehrere Diamanten von bis zu einem Karat.